SPICK Blog 042: Keine Regel, kein Spiel!

Für das Spiel, das wir Leben nennen, gilt das Gleiche wie für jedes andere Spiel: Ein Spiel braucht Regeln. Regeln regeln den Ablauf und regulieren das Miteinander. Aber Achtung: Eine Überregulierung nimmt jedem Spiel den Spass und raubt der Kreativität ihren Raum!

Bild: © Lopolo/shutterstock.com

Hallo und willkommen beim SPICK Blog! Egal ob in der Schule, am Arbeitsplatz, im Sportverein oder auch zuhause: Für ein stressfreies Miteinander braucht es Regeln. Umso wichtiger, dass Kinder frühzeitig den Umgang mit Regeln lernen und verstehen. Das hat für die Entwicklung gleich mehrere entscheidende Vorteile: Regeln geben Orientierung und Struktur; sie geben Kindern eine klare Richtung und erleichtern den Alltag. Ausserdem lernen Kinder durch Regeln Entscheidungen zu treffen und die Konsequenzen ihres Handelns zu verstehen. Sie lernen also Verantwortung und Selbstkontrolle. Auch für die soziale Entwicklung ist das Erlernen mit dem Umgang von Regeln wichtig. Durch das Einhalten von Regeln lernen Kinder Rücksichtnahme, Fairness und Respekt gegenüber anderen. Gerade für innerhalb der Familie ist es hilfreich, Regeln festzulegen – am besten zusammen mit dem Kind – und regelmässig über die Regeln zu sprechen.

Hier ein paar Anregungen, wie man Regeln gemeinsam aufstellt:

  • Regeln gemeinsam festlegen. Kinder fühlen sich ernst genommen, wenn sie in die Regelgestaltung einbezogen werden. Gemeinsam erarbeitete Regeln werden eher akzeptiert. Beispiel: «Welche Regeln brauchen wir, damit es zu Hause friedlich bleibt?»
  • Klare und einfach. Regeln sollten verständlich und altersgerecht sein – In der Sache und in der Wortwahl. Nutze also positive formulieren: «Wir räumen unser Spielzeug auf.» statt «Lass dein Spielzeug nicht herumliegen!»
  • Vorbild sein. Kinder lernen durch Nachahmung. Wenn du dich als Elternteil an die Regeln hältst, übernimmt dein Kind diese leichter.
  • Konsequenzen aufzeigen und erklären. Statt nur «Das darfst du nicht!» solltest du erklären, warum eine Regel wichtig ist. Natürliche Konsequenzen aufzeigen: «Wenn du dein Spielzeug nicht aufräumst, findest du es später schwer wieder.»
  • Spielerisch lernen. Regeln können durch Geschichten, Lieder oder Spiele vermittelt werden. Du kannst zum Beispiel mit deinem Kind zusammen ein Regelplakat mit Bildern gestalten.

Herzlichst,

Esther und Alex Volz

 

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Über die Autoren

Esther und Alexander Volz setzen ihren beruflichen Fokus auf Kinder, Jugendliche und Familien. Während Esther als Lerntherapeutin im direkten Austausch mit ihren Klient*innen ist, adressiert Alexander als Chefredaktor vom MiniSPICK und Jugendbuchautor eine breitere Leserschaft. Das Paar lebt mit ihren beiden gemeinsamen Kindern (12 und 14-jährig) am Thunersee.

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